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Wasser macht den Unterschied: so beeinflussen Wasserqualität, Temperatur & Co. Deinen Espresso

Von Annette Kuhlmann am Nov 30, 2023

Wasser macht den Unterschied: so beeinflussen Wasserqualität, Temperatur & Co. Deinen Espresso

Kaffee besteht zu 98 Prozent aus Wasser. Die Wasserqualität beeinflusst den Geschmack erheblich. Wasser aus der Leitung enthält eine Reihe von gelösten Stoffen – je nachdem wie es bei Dir zusammengesetzt ist, schmeckt Dein Espresso anders. Kannst Du Dein Leitungswasser bedenkenlos für Deine Siebträgermaschine nutzen? Erfahre hier, woran Du erkennst, dass Du Dein Wasser filtern solltest und was Du sonst noch wissen musst.

Mineralgehalt und Wasserhärte

Leitungswasser enthält unter anderem Kalzium und Magnesium. Beide Mineralien sind wichtig für die Entwicklung des Geschmacks, da sie mit im Kaffee enthaltenen Säuren und Ölen reagieren. Zu wenig dieser Mineralien und Dein Espresso schmeckt flach, zu viel und er kann übermäßig sauer werden.

Die Kennzahl, auf die Du hier achten musst, ist die Karbonhärte. Idealerweise liegt diese bei ca. 4-8 dH (Grad deutscher Härte). Die genaue Zusammensetzung des Wassers aus Deiner Leitung kannst Du ganz einfach online beim zugehörigen Wasserwerk erfragen.


Säure-Balance und ph-Wert

Neben der Karbonhärte spielt der pH-Wert des Wassers eine Rolle für den Geschmack. Ein neutraler pH-Wert (um 7) ist ideal, da zu saures oder zu basisches Wasser den Geschmack des Espressos negativ beeinflussen können. Ist das Wasser leicht sauer, kann auch der Espresso übersäuert schmecken. Basisches Wasser kann die natürliche Säure des Kaffees neutralisieren, dann schmeckt er flach.


Filtration: Ein Muss für Deine Siebträgermaschine?

Neben den Mineralien können auch Unreinheiten und Chlor im Wasser den Geschmack des Espressos negativ beeinflussen. Abhilfe schafft hier ein Wasserfilter. Der häufigste Grund für einen Wasserfilter ist allerdings die Wasserhärte: der Filter verbessert dabei nicht nur den Geschmack des Espressos, sondern verhindert außerdem, dass sich übermäßig Kalk ablagert. Ob mit oder ohne FIlter: regelmäßige Entkalkungen sind Pflicht, sollten aber von Experten durchgeführt werden. Zum Beispiel in unserer Werkstatt.
Einige Siebträgermaschinen haben eingebaute Wasserfilter, andernfalls sind externe Filtersysteme lohnenswert. Im KAFFEERAUM wirst Du dazu umfassend beraten und kannst den passenden Filter direkt mitnehmen.


Frischwasseranschluss: die Vor- und Nachteile

Viele Siebträgermaschinen lassen sich direkt mit dem Frischwasser verbinden. Gerade für hochfrequentierte Maschinen ist das praktisch. Für den Einsatz in der Gastronomie oder in größeren Büros steigert es die Effizienz enorm. Aber auch privat ist es äußerst bequem. Im KAFFEERAUM wirst Du dazu authentisch beraten und bekommst Unterstützung bei der Installation.


Die richtige Temperatur

Neben der Qualität des Wassers ist auch die Temperatur entscheidend. Idealerweise sollte das Wasser für Espresso zwischen 90°C und 96°C liegen. Wasser, das zu heiß ist, kann den Kaffee verbrennen und bitter machen, während zu kühles Wasser nicht genügend Aromen extrahiert.


Die drei wichtigsten Tipps zusammengefasst:

  1. Erfrage online bei den Wasserwerken die Zusammensetzung des Wassers aus Deiner Leitung.
  2. Wenn die Wasserhärte über 8 dH liegt und/oder der Kaffee flach schmeckt, erkundige Dich gern im KAFFEERAUM nach einem geeigneten Wasserfilter.
  3. Bringe Deine Siebträgermaschine regelmäßig in unsere Werkstatt, um sie professionell entkalken zu lassen. Bei einer privat genutzten Maschine empfehlen wir einen Zeitraum von ca. alle 1,5-2 Jahre.


Was beeinflusst den Espresso neben der Wasserqualität? Eine Übersicht über alle Einflussfaktoren findest Du hier. Und mehr Tipps zur Reinigung und Pflege hier.

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